Kobo-Land

Kanada ist Kobo-Land. Zumindest scheint es so. Die Amazon-Kindle-Umsätze sieht man ja auf der Straße nicht so, aber dafür an allen Ecken die Kobo-Reader. Grund genug, dass ich mich mal ein bissi informiert habe, was die Dinger so können, ich habe eh schon viel zu lange keine eReader-Testberichte mehr gelesen gehabt. Und tatsächlich schnitt der Kobo Aura (2013er Modell) gegenüber dem “alten” Kindle Paperwhite (2012er Modell) gefühlt besser ab: flinker, kleiner, zum Teil wirklich sympathischer in der Handhabung. Dass man die Hintergrundbeleuchtung mit zwei Fingern steuern und auch ganz abstellen kann beispielsweise, finde ich persönlich ja sehr nett. Und die PDF-Darstellung sieht auch eindeutig besser aus. Ich war ja schon drauf und dran mir zu überlegen, ob ich eventuell auf einen Kobo Aura umsteigen wöllte, bis ich zu den Kommentaren beim Youtube-Beitrag kam. Die Kobo Bücher sind oftmals teurer als die Kindleausgaben! Zwar kann man die Bücher jederzeit bei Amazon im Kindleformat kaufen, konvertieren und dann auf den Kobo spielen, aber dann ist es aus mit dem Syncen zwischen verschiedenen Geräten. Und nachdem ich bei Wartezeiten doch immer wieder zur Kindle-App am iPhone greife oder in den Urlaub jetzt nur das Tablet mitgenommen habe, ist das nun doch eine Funktion, auf die ich nur ungern verzichten würde. Plus die höheren Buchpreise…

Dann fiel mir ein, dass ja am 9. Oktober der Kindle Paperwhite (2013er Modell) ausgeliefert wird und suchte nach Vergleichen. Einige Previews gibt es ja schon, leider aber noch keinen direkten Vergleich zum Kobo Aura. Offenbar hatte das Goodereader-Team kein Rezensionsexemplar bekommen. Schade.

Zumindest der Vergleich vom “alten” zum “neuen” Paperwhite war schon recht vielversprechend, dass das neue Modell dann doch wieder zum Kobo Aura “aufgeholt” haben könnte. Ich bin jedenfalls mal gespannt, was sich in den nächsten Tagen dann tun wird an der Vergleichsfront.

5 Jahre Kindle

… und wie der kleine eReader die Lesewelt veränderte. Um das Fazit von BookRix.de auf Pinterest gleich vorweg zu nehmen: Kindle-Leser lesen viermal so viel wie vor dem Kindle-Kauf und kaufen sowohl Kindle-Bücher als auch Printausgaben. Nu guck! Ich habe mich kürzlich dabei ertatppt, wie ich in einer Buchhandlung am Frankfurter Flughafen stand und ernsthaft mit zwei Büchern liebäugelte, mich aber überhaupt nicht dazu aufraffen konnte, die auch noch mitzuschleppen. Ich habe sie mir dann 10 Minuten später, als ich dann am Gate saß, als Kindle-Ausgaben gekauft. War nciht nur günstiger, sondern ersparte auch noch Platz und Gewicht beim Handgepäck… Aber sehr gute Bücher kaufe ich mir tatsächlich nach wie vor als Printausgabe (nach), dass ich sie dann im Regal stehen habe und immer und immer wieder lesen kann. Mit “Papier-Gefühl”. ;)

Kindle Infografik

Paperwhite – Die neue Kindle-Generation

Am 1. Oktober startet in den USA der Verkauf der neuen Generation des Amazon Kindle: Paperwhite. Mit schnellerer Technik und einer brandneuen Display-Technologie ist es wohl der aktuell beste Reader auf dem Markt.

Mit 62% mehr Pixeln ist das Display noch klarer und nach wie vor entspiegelt, um auch bei starkem Lichteinfall ungestört lesen zu können. Das Besondere ist allerdings die Front-Lit-Technologie – eine integrierte Beleuchtung, in deren Entwicklung Amazon vier Jahre investiert hat. Und das hat sich offenbar ausgezahlt. Das Display wird von oben herab ausgeleuchtet und wirkt so “atmosphärisch und unaufdringlich”, wie es im Webstandard heißt.

Positiv aufgefallen ist auch das verzögerungsfreie Umblättern und die “Time to Read” Funktion. Dabei wird aus der bisherigen Lesegeschwindigkeit ermittelt, wie lange man noch bis zum Ende des Kapitels oder des ganzen Buches brauchen wird.

Auch an der Akkuleistung hat Amazn nicht gespart. Bei Nutzung mit eingeschalteter Displaybeleuchtung soll der Akku acht Wochen halten. Obendrein ist es etwas schlanker und leichter als die Vorgänger und der Rahmen wurde ebenfalls noch verbessert.

Verbesserungen also auf ganzer Linie und das für nur 119$, also vermutlich 119€. Wann das neue Kindle es allerdings auf den deutschsprachigen Markt schafft, ist noch nicht gewiss, aber es steht zu vermuten, dass es pünktlich zum Weihgnachtsgeschäft auch hier zu haben sein wird. *auf Wunschliste schreib* ;)

Amazon Kindle Paperwhite

Hört, hört!

Zwischendrin wird es mal wieder Zeit für einen Erfahrungsbericht: Hörbücher, audible.de und die Urbanears Medis.

Vor anderthalb Jahren war ich Volontärin beim STADARD und schrieb dort einen langen Artikel über Kopfhörer für die Jugendbeilage. Damals kamen Kopfhörer in groß und bunt grad in Mode – 101 Jahre nach ihrer Erfindung wurde das ja auch mal Zeit. Zudem ist es ja auch 1. musikalisch ein Zustand und 2. eine ziemliche Lärmbelästigung, Musik oder was immer man dafür hält, laut über Handylautsprecher quäken zu lassen; mal abgesehen davon, dass ich in den Öffis immer Hörbücher höre. Coole Kopfhörer sind da viel besser.

Meine Chefin beim STANDARD hatte damals die Medis von Urbanears und ich fand die so toll. Ich weiß gar nicht, warum ich mir damals keine gekauft habe… Egal. Kürzlich hab ich die Medis bei zalando.at entdeckt und kann Euch nun davon berichten; vor allem auch, wie es damit und den Hörbüchern so funktioniert.

Hörbücher: Vor einer Weile habe ich mir ein Hörbuch-Abo bei audible.de gegönnt. Monatlich € 9,95 und dafür gibt es ein Hörbüch so und alle weiteren für ebenfalls € 9,95. Nachdem ich quasi täglich Hörbücher höre, lohnt sich das für mich durchaus. Normale Bücher oder eBooks mag ich zwar sehr, aber die haben den Nachteil, dass ich dann meine Station verpasse und mit der Regionalbahn ist das dann so eine Sache, wo ich letztendlich drauf komme, dass ich grad zu weit gefahren bin. Also Hörbücher, da kann man bei rausschauen. Oder stricken.

Geräte: Früher hatte ich einen iPod zusätzlich zum Telefon, mittlerweile mache ich alles über’s iPhone. Also momentan Leih-Phone. Viel hab ich auf dem jetzt nicht drauf weil ich es ja wieder zurückgeben muss, aber die audible-App schon. Funktioniert super, man kann sich die Hörbücher direkt in die App laden und auch direkt aus der App abspielen. Es gibt eine news-Funktion für Neuigkeiten von audible.de (oder audible.com, je nachdem, was man einstellt), Statistiken (die übrigens nicht auf das neue Telefon übernommen wurden *grummel*) und “Badges” für “besondere Leistungen”. Letztere sind sowohl unnötig als auch etwas undurchsichtig, aber zumindest eine ganz witzige Idee; nicht ganz unähnlich den Badges bei foursquare und co.

Urbanears Medis: Cooles, ungewöhnliches Design, das das ganze Ohr ausfüllt. Viele Farben, guter Preis. Von den akustischen Spezifikationen verstehe ich als Laie nicht ganz so viel und Leute, die vornehmlich Klassik hören, werden sicher andere Anforderungen haben als ich, aber für Rockmusik und Hörbücher finde ich die Akustik gut.

Auspacken: Cooles Schachteldesign, das muss man schonmal sagen. Und alles so geschlichtet, dass man sofort loshören kann.

Anpassen: Große, mittlere oder kleine Ohren? Es gibt vier unterschiedlich große Aufsätze, um die Medis für jedes Ohr passend zu machen. Ich hab sehr kleine Ohren und vor allem In-Ear Kopfhörer gehen fast gar nicht, da hatte ich nur mal welche für Kinder von Logitech. Die haben dann zwar gepasst, haben aber immer bei einer bestimmten Lautstärke abgeriegelt. Generell eine gute Idee, nur im Flugzeug war das dann immer etwas unsinnig, dann noch Hörbuch hören zu wollen. Die Medis passen mit den kleinsten Aufsätzen jedenfalls ganz gut.

Tragen: Das Tragegefühl ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Die Medis sitzen nämlich nicht wie die normalen “Ohrknöpfe”, die ich sonst immer habe, vor dem Gehörgang sondern nehmen die ganze Ohrmuschel ein. Daher bekommt man auch von den Außengeräuschen eine Menge mit – als Fußgänger im Straßenverkehr durchaus sinnig.

Gebrauch: Die Medis haben ein textilummanteltes Kabel, das sich kaum verheddert. Großes Plus! Ich gehöre nämlich zu den Leuten, die sonst 5 Minuten brauchen, um erstmal die Kopfhörer klar zu machen, wenn ich aus dem Haus gehe. ;) An die eingebaute Fernbedienung/Freisprecheinheit musste ich mich zwar auch erst einmal gewöhnen, aber mittlerweile finde ich sie sehr praktisch. Sie hat nur einen kleinen Knopf, der die Musik bzw. das Hörbuch pausiert – das funktioniert problemlos mit der iPod-App als auch mit der audible-App -, das Telefongespräch annimmt und wieder beendet und mit dem Abspielen forfährt. Die letzte Zeit hatte ich immer die Apple Kopfhörer, die ebenfalls eine Freisprecheinheit besitzen und dazu zwei Knöpfe – lauter und leiser. Zum Annehmen eines Gesprächs musste ich immer das Telefon aus der Tasche ziehen, am Bildschirm annehmen und wieder auflegen. Das geht jetzt alles viel leichter. Ok, ich sehe nicht, wer anruft, aber dazu gibt es ja zuweisbare Klingeltöne. Um lauter oder leiser zu stellen muss ich nun auch die Tasten am Telefon bemühen, aber die sind auf der Seite des Gehäuses, da kommt man schnell dran und muss nicht erst das Telefon raussuchen.

Fazit: Cooles Design, praktische Freisprecheinrichtung zur Annahme von Gesprächen / Pausieren der Musik, textilummanteltes, verhedderresistentes Kabel und angenehmer Tragekomfort: die Urbanears Medis sind das perfekte Zubehör, um nicht nur in der Bahn Hörbücher mobil zu genießen. ;)

audible.de
Urbanears bei zalando.at

Warten.

Hoffentlich nicht auf Godot, aber auf Hartlauer. Die stellen sich nach dem telefonischen Schnellschuss jetzt nämlich tot in Sachen defektes Telefon. Bin mal gespannt, was da noch so passiert. Totstellen ist schonmal verdächtig. Finde ich.

Die Sache mit dem digitalen Obst – Teil 2

Das kaputte iPhone ist nun so eine Sache – meine facebook-Freunde konnten die Misere schon in Echtzeit miterleben. Mal abgesehen davon, dass es just in dem Moment den Dienst versagte, als ich einen Kundentermin hatte und mich mit der Dame noch zusammentelefonieren wollte, wo und wann wir uns treffen. “Zum Glück” ist nur das interne Mikro hin, so dass mich niemand hört. Telefonieren geht also nicht, SMS schreiben erfreulicherweise schon. Dennoch ist das ja kein Zustand, also ging ich gleich nach dem Termin zu T-Mobile, mit der Bitte, das anderthalb Jahre alte Gerät reparieren zu lassen. Schließlich nehme ich ja extra ein Gerät direkt beim Anbieter, damit ich für die Zeit des Mobilfunkvertrags ein funktionierendes Gerät habe – sonst kaufe ich es mir doch gleich günstig im ebay-Shop! Als Antwort kam vom T-Mobile-Mitarbeiter lediglich, dass sie ohne Originalrechnung schonmal gar nichts machen können. Die hatte ich dann natürlich nicht einfach so dabei. Sie könnten jetzt zwar schon im System nachschauen, wann ich das Telefon gekauft habe, aber das kostet eine Bearbeitungsgebühr von € 5,-. Und für den Reparaturauftrag brauchen sie die Originalrechnung dann ohnehin, da könnten sie auch nichts machen. Das Gerät würde dann zu Apple eingeschickt, aber ein Ersatzgerät für die Zeit gäbe es nur, wenn noch welche da sind. Waren aber zu dem Zeitpunkt eh auch keine. Ich wurde also mit kaputtem Telefon wieder heimgeschickt und schrieb via facebook-Wall an T-Mobile, ob sie das Geschehene als Kundenservice ansähen. Die Antwort von T-Mobile einen Tag später war: “Hallo Klaudia, danke für dein Feedback! Tut uns leid, dass dein Handy eingegangen ist. Bezüglich des Shops ist es natürlich alles eine Frage der Kommunikation, da geben wir dir Recht. Die Informationen an sich sind aber korrekt. Wir haben in unseren Shops z.B. keinen unbegrenzten Bestand an möglichen Leihgeräten, da kann es leider schon mal passieren, dass alle vergeben sind. Es ist natürlich verständlich, dass es in der Situation ‘Handy eingegangen’ dann überhaupt nicht ideal ist.” Immerhin nett, aber wenig hilfreich.

Am nächsten Tag bin ich dann in die Hartlauer Filiale hier im Ort gegangen, da ich dort im November 2010 den Vertrag abgeschlossen und das Gerät gekauft hatte. Sie haben sogar das Gerät entgegengenommen, einen
Reparaturauftrag erstellt und mich mit einem SIM-Adapter heimgeschickt, dass ich wenigstens ein altes Telefon verwenden kann. Yay! Alles wird gut, dachte ich. Das Telefon wird repariert oder getauscht und in zwei Wochen kann ich wieder fröhlich Schlaufonieren. Dachte ich.

Allerdings kam zwei Wochen drauf dann ein Anruf vom Hartlauer, das Telefon sei tatsächlich hin aber für Apple außerhalb der einjährigen Garantie. Sie würden es jetzt über T-Mobile und die zweijährige Gewährleistungspflicht versuchen. Aha. Na gut, soll mir ja egal sein, wer mir mein Telefon repariert oder ersetzt. Ich will ja einfach nur ein funktionierendes Gerät haben.

Nach dem Wochenende ging ich dann also wieder in die Hartlauer-Filiale und fragte nach. Information der Mitarbeiterin: Sie werden mein Telefon nicht reparieren oder tauschen, das wird für die Filiale zu teuer. Telefon unrepariert zurück. Ich soll es bitte direkt bei T-Mobile versuchen. WTF??? Zu teuer??? Sollte ein Einzelhandesunternehmen für solche Fälle nicht vorbereitet, eventuell sogar versichert sein? Und: wieso genau ist das jetzt mein Problem?

Am gleichen Tag ging ich also wieder mit dem kaputten Telefon und der Originalrechnung zu T-Mobile. Aussage der Mitarbeiterin dort: Ja, das kaputte Mikrofon ist eindeutig ein Garantiefall, nur leider ist die bei Apple schon nach einem Jahr um. Für € 29,- bekomme ich aber gern einen Kostenvoranschlag für die Reparatur, die ich dann selber zahlen muss. Wie bitte??? Kostenpflichtiger Kostenvoranschlag??? Selbst bezahlen??? Ich hab es doch nicht kaputt gemacht!

An dieser Stelle erinnerte mich mein Mann an unsere Rechtschutzversicherung und einer meiner facebook-Freunde an den Konsumentenschutz. Eins nach dem anderen dachte ich mir und schrieb also ein fragendes Mail an den Verein für Konsumentenschutz mit der Antwort, dass es dort nur kostenpflichtige Auskünfte gibt – entweder ein Beratungsgespräch um € 15,- und das auch noch mit Voranmeldung oder die kostenpflichtige Hotline um € 0,82 pro Minute. Sehr uncool.

Also der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer, den gibt es zum Glück ja auch noch. Hier im Ort sind nur einmal im Monet Konsumentenschützer da, aber es gibt ja eine Telefonnummer. Österreichisches Festnetz. Schonmal sehr gut und mit der Auskunft, dass – egal ob Apple jetzt nur eine freiwillige Herstellergarantie von einem Jahr gibt (was ich übrigens ziemlich pessimistisch gegenüber den eigenen Geräten finde) – immernoch die gesetzliche Gewährleistung seitens T-Mobile und Hartlauer gilt. Ich habe im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung von zwei Jahren einen Reparaturanspruch, bzw. Anspruch auf Tausch des Geräts, wenn der Fehler nicht selbstverschuldet ist. Ist er ja nicht, ich habe das Telefon immer ganz normal benutzt. Nicht gewässert, nicht gegrillt, nicht runtergeworfen, nicht überfahren. Einfach telefoniert und ein bissi Internet und so. Na hey! Man muss nur darauf bestehen, dann müssen sie sich drum kümmern. Sagte die Dame am Telefon.

Also ging ich wieder zu T-Mobile. Dort wurde ich postwendend wieder hinausbefördert mit dem Kommentar, sie seien nur der Dienstanbieter und haben mit dem Telefon nix zu schaffen, da ich das beim Hartlauer gekauft hab. Also ein paar Meter weiter zum Hartlauer rein. Dort kam ich nach einigem Hin und Her zu einem Mitarbeiter, der mir dann mitteilte, die Herstellergarantie sei abgelaufen (ach.) und Hartlauer würde die Reparatur oder den Tausch nicht auf ihre Kosten durchführen, da könnte ja jeder nach anderthalb Jahren mit einem kaputten Gerät kommen. Die Auskunft der Konsumentenschützer sei zwar generell richtig, aber stimmt im Falle von Apple nicht, weil diese ja nur ein Jahr Garantie auf ihre Geräte geben und die Reparatur somit nicht vom Hersteller gezahlt würde. Hartlauer sei also nicht in der Pflicht oder der Lage, das Gerät zu reparieren oder zu ersetzen. Aber sie bieten mir ein Tauschgerät zum Einkaufspreis von ca. 220 Euro an. Eine Reparatur müsste ich halt ebenfalls selber zahlen.

Das war der Punkt, an dem ich mich dann selbst an unsere Rechtschutzversicherung erinnerte und ein Einschreiben an Hartlauer schickte.

Ich werde also in Kürze noch Bericht erstatten. Oder die Medien.

Die Sache mit dem digitalen Obst – Teil 1

Dass ich ein großer Freund funktionierender Technik bin, sollte ja hinlänglich bekannt sein. Bis heute kommt mir kein MSI-Produkt mehr ins Haus, einem Montagsgerät von Netbook sei Dank. Aber jetzt geht mir schon das digitale Obst aus! Dabei bin ich auf – gehofft hochwertigere – Apple-Produkte umgestiegen, um derlei Scherereien in Zukunft zu vermeiden. Aber: die Zukunft ist offensichtlich jetzt und mit Vermeiden ist’s jetzt auch schon eng.

Vor einigen Wochen muckelte spontan mein MacBook. Gerade etwas über ein Jahr alt und zum Glück mit AppleCare Protection Plan versichert, ging es einfach so mitten im Betrieb aus. Wupp – schwarz. Nachdem ich mir dachte, dass das sicher nicht gut für die Hardware, vor allem die Festplatte, sein kann, versuchte ich, Hilfe direkt beim Hersteller zu bekommen. Auf der Homepage gibt es ein Ticketing-System, bei dem man u.a. einen Rückruf anfordern kann. Mit Zeitangabe. Super, dachte ich mir, als ich gerade in der Agentur saß. 19:30 Uhr klingt perfekt, da bin ich sicher daheim und in der Nähe vom MacBook, da kann ich mich dann in Ruhe drum kümmern. Allein, der Anruf kam nie. Um 19:45 rief ich also bei der Hotline an, wo mir dann eine Computerstimme mitteilte, dass die Hotline nur bis 19:45 Uhr besetzt ist und ich es am nächsten Tag wieder versuchen sollte. Danach bekam ich ein eMail, ich hätte den Telefontermin verpasst mit einem Link, dass ich einen neuen Termin vereinbaren könnte. Beim Draufklicken kam im Browser die Anzeige, das System sei momentan down. Sehr witzig. Nach 21:00 Uhr bekam ich einen Anruf von einer +45er Nummer mit einer Telefonansage, bei der ich dann durchnavigiert wurde zur Telefonstimme, die mir dann erzählte, die Hotline sei gerade nicht besetzt. Und das fünf Minuten später gleich noch einmal von einer +43er Nummer. *gnah*

Am nächsten Morgen rief ich also wieder bei der Apple Hotline an. Nach einigen Rumtestereien kam der junge Mann am Telefon zu der Einsicht, dass das MacBook repariert gehört. Ich solle es bitte zu einem Vertragshändler bringen. Gesagt, getan. Beim Vertragshändler lief das MacBook dann angeblich eine ganze Woche problemlos durch. Ich musste das Gerät unrepariert wieder abholen. Daheim dauerte es keine Stunde bis es plötzlich wieder aus war und der Bildschirm einfach schwarz wurde. Ich brachte das Gerät am nächsten Tag also wieder hin und konnte es eine Woche später mit getauschtem LogicBoard abholen. Gratis Reparatur dank AppleCare Protection Plan. Hurra. Gut, ok. Mein Netzteil kam dann erst am Tag darauf an Land, aber immerhin.

Drei Tage später ging mein iPhone kaputt…

Kindle Touch rechtzeitig zum Ostergeschäft

Kindl Touch
Damit in allen Osternestern auch ein eReader liegt, hat Amazon rechtzeitig zum Ostergeschäft den Kindle Touch auf den deutschsprachigen Markt gebracht. Nun gibt es hier immerhin schon vier Modelle des hauseigenen eReaders: den Kindle, Kindle Touch, Kindle Touch 3G und Kindle Keyboard 3G.

Ich habe mir ja erst zu Weihnachten den Kindle gekauft, werde also nicht gleich auch noch einen Touch anschaffen. Ich warte mal, bis es den Kindle Fire auch hier am deutschsprachigen Markt gibt. ;)

Office-Apps Teil 2 – PlainText & WriteRoom

PlainTextMeinen ersten Versuch, in der Vorlesung mitzuschreiben, bestritt ich ja wie gesagt mit der Gratisversion von PlainText. Das funktionierte allerdings nur bedingt gut, die Bannereinblendungen am unteren Bildrand führten dazu, dass bei jedem Bannerwechsel das Bild sich verschob. Wenn man die ganze Zeit auf den Bildschirm schaut macht das keinen Spaß. Die 1,59€ für die Vollversion sind also eine gute Investition. Dafür hat man dann auch Spaß an der App und ihrem Funktionsumfang: unbegrenzt Ordner anlegen und Dokumente schreiben, bearbeiten, verwalten. Das Ganze mit Dropbox-Anbindung, das heißt, man findet seine Mitschriften, etc. als .txt-File in der Dropbox im Ordner Plaintext. Sehr praktisch. Und ebenso: die Suchfunktion, die alle PlainText Dokumente durchsucht. Wenn man sich partout nicht daran erinnern kann, wann der Professor von “xyz” gesprochen hat. ;) Was mich noch sehr angesprochen hat, ist der Vollbildmodus. Man hat quasi ein komplettes “Blatt Papier” vor Augen und kann sich ganz auf’s Schreiben oder Mitschreiben konzentrieren. Und zuletzt noch ein Feature, das ich persönlich ungern benutze, das andere aber unglaublich hilfreich finden: die Textexpander-Funktion – einfach Abkürzungen schreiben und die Software macht automatisch vollständige Redewendungen daraus. Sehr praktisch dafür – auch beispielsweise für den jetzt laufenden NaNoWriMo – ist die Funktion “Wörter zählen”.

WriteRoomVom selben Hersteller, Hog Bay Software, gibt es auch noch WriteRoom. Während das Herzstück von PlainText auf der Dropboxanbindung liegt, ist der Fokus bei WriteRoom das ablenkungsfreie Schreiben. WriteRoom hat alle Features, die Plaintext auch schon bietet, darüber hinaus aber noch verschiedene Möglichkeiten, den “Schreibraum” an die persönlichen Vorlieben anzupassen. Angefangen bei Schriftarten, Schriftgröße, Schrift- & Hintergrundfarbe, Helligkeit und Kontraste. Die “Advanced Settings” bieten Sortierreihenfolgen, Autokorrektur (leider nur Englisch), Passwortschutz und noch einiges mehr. Wer vorhat, wirklich viel mit dem iPad zu schreiben, kann sich durchaus überlegen, ob er die 3,99€ für WriteRoom investieren mag. Für reine Textarbeit ist es sicher eine gute Wahl.

Außerdem gibt es WriteRoom um 7,99€ auch als Mac Programm (OSX Lion, direkt über den Mac App Store), ebenfalls auf störungsfreies Schreiben ausgelegt. Für richtige Textproduktion – die Masterarbeit oder Dissertation – wirklich eine schöne Alternative zu “klassischen Textverarbeitungsprogrammen” à la Word, etc..

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